Medikamente online?

OBSKURE ANGEBOTE
Online-Bestellungen von Medikamenten können sehr schnell zum gesundheitlichen und finanziellen Risiko werden. Vor allem einige US-amerikanische Versender nutzen gezielt die unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen in den USA und in Europa und richten ihre unzähligen Angebote auf deutschsprachigen Internetseiten an Kunden hierzulande.
KEINE PERSÖNLICHE BERATUNG
Gerade die Arzneimitteleinnahme ohne gründliche Indikationsstellung durch den Arzt und ohne begleitende Beratung durch den Apotheker ist aufgrund der möglichen Nebenwirkungen für die Patienten ein gefährliches Spiel. Der medizinische Rat virtueller Ärzte, die nach dem Ausfüllen eines kurzen Fragebogens Medikamente ,,verschreiben" und dafür70 US $ oder mehr in Rechnung stellen, ist medizinisch zweifelhaft.
FEHLENDE KONTROLLE
Bei vielen der internationalen ,,Cyber-Apotheken" handelt es sich um Anbieter die von heute auf morgen wieder aus dem Internet verschwinden können, ohne dass der Kunde irgendeine Postadresse des Anbieters hat. Da auf internationaler Ebene jede Kontrolle fehlt, kann bei Internet-Bestellungen auch nicht ausgeschlossen werden, dass das Verfallsdatum der Arznei bereits überschritten ist, dass der Beipackzettel fremdsprachig ist oder ganz fehlt, oder dass es sich sogar um Arzneifälschungen handelt. (Viagra!)
KEINE WUNDERMITTEL
Beim Surfen im Internet stößt man auf immer mehr Hinweise, Bestellmöglichkeiten und Informationsquellen zu Medikamenten. Gleichzeitig wird der Verbraucher aber auch immer häufiger dubiosen Mitteln und Verkaufsstrategien ausgesetzt. Derzeit findet man neben den sogenannten "life-style drugs" auch immer häufiger Informationen zu "smartdrugs". Damit soll angeblich der Alterungsprozess verlangsamt, die Wirklichkeit intensiver wahrgenommen, bestimmte Gehirn- und Körperfunktionen verbessert bzw. verstärkt werden. Zudem soll man durch sie mehr Genuss im Leben haben und sexuell aktiver sein. Im Internet werden diese Substanzen von diversen Anbietern bei teils nicht wissenschaftlich fundierter Indikationsstellung und teils nur rudimentärer Wissenslage über die möglichen Nebenwirkungen dem Verbraucher als Wundermittel ("magical medicines") angepriesen. Dass bei diesen Arzneimitteln, die online im Ausland bestellt werden können, ein erhebliches Gefahrenpotential besteht, ist dem Verbraucher oft nicht bewusst. Hier handelt es sich um Arzneistoffe, bei denen Reaktionen mit anderen Mitteln, Vergiftungen und Nebenwirkungen auftreten können, Abhängigkeit und Missbrauch sind nicht ausgeschlossen. Zur besseren Orientierung haben wir für Sie exemplarisch im Internet bestellbare smartdrugs mit diversen Nebenwirkungen auszugsweise zusammengestellt. Finanzielle Risiken
 
Mit frdl. Genehmigung durch Medikamenteninformation.de